Monday, January 21, 2013

A nice Interview with me (sorry it is in German)

Hallo zusammen!
Heute möchte ich euch nur kurz darauf hinweisen, dass ich vor Kurzem ein nettes kleines Interview gegeben habe. Ich denke mal, dass ihr auch immer gerne so einges über mich erfahren wollt. Daher lest es mal durch und gebt mir etwas Feedback.
Das Interview gibt es hier: Interview

Hi my dear friends!
Well I know that you all do not speak German, but I gave an interview to a German website. I really do not know if translation sites (like Google Translation) really get the point, but if you want to read it anyway, here is the link: Interview
Tell me what you think about it!

29 comments:

  1. hallo Karina

    Super Interview !! gut gemacht!

    lieben Gruß
    Peter

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  2. An Karina und die Fußfetischisten,

    ich fand das Interview sehr interessant, zumal mir nicht bewusst war, dass ca. 60% der Männer Frauenfüße als attraktiv empfinden; das kommt wohl daher, dass Man(n) niemals darüber sprechen würde.

    Das bringt mich jedoch zu meiner einzigen inhaltlichen Kritik am Interview, denn ich finde nicht, dass sich der Umgang mit diesem Tabuthema geändert hat.

    Es ist weiterhin nahezu unmöglich für Männer, über diese Neigung öffentlich zu sprechen - nicht einmal im Freundeskreis.

    Was sich geändert hat, ist das Spektrum der Vermarktung, denn es ist richtig, dass die Anbieter solcher Materialien realisiert haben, dass der Bedarf daran nicht über Lack- und Latexfilme oder SM-Szenen gedeckt werden muss.

    Das führt dazu, dass Fußerotik mittlerweile verstärkt Einzug in Sexfilme jeneseits der genannten Nischen gefunden hat.

    Eine Neubetrachtung zu diesem Thema wäre jedoch erst dann erreicht, wenn diese Neigung öffentlich thematisiert werden würde und könnte - und genau das ist es, was nicht stattfindet.

    Ich habe es bereits an anderer Stelle angesprochen, dass ich einen Mann kennengelernt habe, der ganz offen zu seinem Fußfetisch steht und auch darüber mit Männern und Frauen spricht und er hat mir glaubhaft versichert - ohne dass ich mich ihm gegenüber geoutet hätte -, dass ALLE Frauen, die mit ihm sexuell zugegen waren, ein großes Problem mit dieser Neigung hatten.

    Nur damit das klar ist, wir sprechen hier von sexuellem Verhalten, welches den Fuß mit in den Akt einbezieht, und nicht von einer ausschließlichen Fixierung auf Füße.

    Ferner kann ich die Aussagen dieses Mannes aus meinen eigenen Erfahrungen heraus immer nur wieder bestätigen, obwohl ich niemals mit einer Frau offen über meine Neigung gesprochen habe, höre ich doch genau zu, was sie zu diesem Thema zu sagen haben.


    PS: Ich nehme es selbstverständlich zur Kenntnis, dass einige Kommentatoren hier immer wieder betonen, wie unkompliziert es doch sei, Frauen mit diesem Fetisch zu konfrontieren und diese davon zu überzeugen, die Füße zu einem aktiven Teil des Sexualaktes werden zu lassen, doch ist dies absolut nicht repräsentativ. Ich habe einige Männer in meinem Umfeld im Verdacht, auf Frauenfüße zu stehen, doch würden diese sich lieber das linke Bein abschneiden, als das öffentlich zuzugeben UND ich habe bisher erst 2 Frauen kennengelernt, die dem Thema neutral und nicht abgeneigt gegenüberstanden, was nicht bedeutet, dass sie der Sache positiv gegenüberstanden.

    Ich glaube, dass ich meine These, dass sich lediglich das Vermartungsspektrum des Fetischs nicht jedoch die gesellschaftliche Akzeptanz hierzu geändert hat, untermauern konnte und bin daher auch gerne bereit, mich hier einer Diskussion zu diesem Thema zu stellen. :)

    Grüße
    Das M.

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    1. hallo "das M"....

      ich kann deine Aussage aus meinen Erfahrungen NICHT bestätigen.Ich hatte mehrere feste Beziehungen und habe nie eine "Verweigerung" der Damen gegenüber irgendwelchen Praktiken an Ihren Füssen feststellen können.
      Ich denke es kommt immer darauf an WIE man(n) in das Thema einsteigt.
      Ich erzähle erstmal nichts von meiner Vorliebe.Bei mir im Haus zieht sich Jeder die Schuhe aus.Dadurch ist es per se schon mal einfacher mit den Füssen in Berührung zu kommen.Ich mache,wenn man sich einen Weile kennt dann eine normale Fussmassage,ohne irgendwelche sexuelle Handlungen und lenke durch eine angeregte Unterhaltung ab.Das nimmt die Scheu vor dem Kontakt mit den Füssen,denn es gibt immer noch Frauen die meinen sie hätten hässliche Füsse oder Ihre Füsse könnten riechen.Durch die Selbstverständlichkeit wie ich mit den Füssen umgehe konnten es bisher alle Frauen ausnahmslos geniessen und haben sich ALLE darauf eingelassen.
      Vielleicht habe ich einfach nur Glück gehabt,aber ich denke wenn man es richtig und behutsam anstellt wir es kaum eine Frau geben die sich gegen eine Fussmassage wehrt.

      Mit der Zeit,wenn man sich länger kennt kommt dann meistens das Interesse durch die eigene Neugierde.Die Frauen sind ja auch nicht blöd und es wundert sie dann irgendwann doch warum ich mich so besonders um Ihre Füsse kümmere.Ich sage dann meistens das ich ihre Füsse sehr schön und auch sehr sexy finde und schon hat man einen Einstieg in das Thema ohne "sich outen zu müssen".
      Alles andere ergibt sich dann meistens von selbst.Ich erspare mir hier weitere Details sonst würde es ein Roman werden....

      Noch was: Jede Beziehung lebt vom Geben und Nehmen.Wenn ich immer nur nehmen will und meinen Fetisch einfordere brauche ich mich nicht zu wundern wenn die Dame meines Begehrens schnell die Lust daran verliert.Selbst bei Frauen die dem Fussfetisch nichts oder nur wenig abgewinnen können kann man verschlossene Türen öffnen wenn man selbst bereit ist auch der Partnerin zuliebe auf Ihre speziellen Wünsche (z.B.orale Befriedigung usw.)einzugehen.

      ich möchte hier keinen sexuellen Ratgeber schreiben,aber ich denke die meisten wissen wohl was ich meine und worum es hier geht.

      viele Grüße
      Peter

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    2. Liebes Dr. Sommer-Team Peter und Heradras, :)

      wir haben jetzt schon wiederholt feststellen dürfen, dass Ihr - und offensichtlich andere Nutzer dieses Blogs auch - sehr trickreich beim "Überlebenskampf" mit diesem Fetisch vorgeht; bloß das "M-Männchen" scheint sich besonders dämlich dabei anzustellen und wird daher wohl zurecht aussterben.

      Das war jedoch leider nicht meine Frage, denn die bezog sich darauf, ob denn wirklich ein veränderter gesellschaftlicher Umgang mit dem Tabuthema Fußfetisch stattfinde oder ob sich einfach nur das Vermarktungsspektrum geändert habe (nachzulesen oben).

      PS: Ich verstehe auch nicht, warum mir immer davon abgeraten wird; auch in einem älteren Beitrag; die Füße einer Frau wie ein bissiger Hund anzuspringen; das scheint jetzt schwer vorstellbar zu sein, aber ich tue das nicht! :D

      Noch einmal vor vorne: Ich behaupte, dass keine gesellschaftliche Enttabuisierung stattfindet und gehe sogar noch weiter und behaupte, dass eine Enttabuisierung fast nicht erreicht werden kann. Diese Aussage werde ich morgen noch mit Quellen untermauern, FALLS bis dahin eine Auseinandersetzung mit Behauptung 1 stattgefunden hat. ;)

      Grüße
      Das M.

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    3. find ich toll das du anscheinend nichts verstanden has was ich geschrieben habe.

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    4. An Heradras,

      doch, ich bin mir sogar zu 25% sicher, Deinen Beitrag verstanden zu haben, doch bezieht er sich nicht auf meine Frage! ;)

      Wie stehst Du denn zu meiner These?

      Grüße
      Das M.

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    5. zeiten verändern sich, geld regiert die welt, das ist in der pornoindestrie nicht anders, sobald was entdeckt wird was zu geld führt wirds halt auch genutzt. und wie gesagt es kommt immer darauf an wie, bei wem und wo du das thema ansprichst.

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    6. An Heradras,

      ja, gut, aber Karina sagte im Interview, dass ein gesellschaftlicher Wandel beim Umgang mit dem Thema festzustellen sei. Stimmt das jedoch wirklich?

      Grüße
      Das M.

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    7. Alexander der GrosseJanuary 24, 2013 at 3:10 AM

      Zu diesem Thema kann ich nur folgendes sagen, da ich eure Diskussion wirklich interessant finde:

      Es war zwischen Weihnachten und Sylvester.
      Meine Verlobte spielt Theater in einem kleineren schwäbischen Mundarttheaterverein.
      Am Abend vor Sylvester legte ein im Aufführungsort aufgewachsener junger Fotograf einen Werbeflier an der Kasse aus, in dem er seinen neuen Kalender "Füsse 2013" anpries. Nach der Aufführung gingen noch alle schauspieler und deren Partner miteinander essen. Plötzlich zog einer einen dieser Flyer aus der Hosentasche und meinte: Habt ihr des schon gesehn was da an der Kasse auslag? einige hatten es noch nicht gesehen, der Flyer machte eine Runde um den Tisch, und grosses Gelächter und Unverständnis machten sich plötzlich breit. Keine sonderlich angenehme Situation für einen Fusspassionierten wie mich und meine Verlobte die von meiner Passion für ihre Füsse weiss und die anderen zu beruhigen versuchte in dem sie die anderen zu etwas mehr Toleranz aufrief. Natürlich konnte ich mich in so einer Situation unmöglich "outen", schon ihretwillen nicht. Darum liess ich als sich der Mob etwas beruhigt hatte den auf dem Tisch liegenden Flyer in einem unbeobachteten Moment in meiner Hosentasche verschwinden um nicht nochmal in dieselbe Situation zu kommen. Tags darauf trafen wir uns abends im kleineren Kreis wieder um im Proberaum gemeinsam Sylvester zu feiern. Es waren eigentlich nur wir jüngeren zwischen 20 und 40 da. Zu späterer Stunde nach Raclette und etlichen Schnäpsen alberten wir rum und erzählten Witze, als einer begann wieder von dem Flyer des Kalenders anzufangen. Ich sage euch, Kinder und Angetrunkene können eine grausame Direktheit an den Tag legen! Es entbrannte eine regelrechte Hexenjagt, es fielen Sätze über den Fotografen wie: Der ist doch pervers!, Der läuft daheim bestimmt in Frauenschuhen rum!,
      Der gehört in die Klapsmühle denn wer auf sowas steht hat ein ernsthaftes Problem!, Sowas ist eklig und absolut nicht mehr normal!, Und noch andere viel schlimmere Vergleiche was einer der sowas schön findet wohl noch so alles tut... Kurzum, sag da mal das du auch auf Frauenfüsse stehst... Ich wurde sehr still und war mit 30 Jahren echt den Tränen nahe. Meine Verlobte versuchte immer wieder etwas Verständnis zu fordern und Dinge die man nicht versteht wenigstens zu tolerieren, biss damit aber auf Granit. Schliesslich fragte eine Bekannte warum ich denn so still sei und nichts mehr dazu sagen würde. Mir war mitlerweile alles egal und so habe ich eben geantwortet: "Wisst ihr, durch so ein denken wurden im Mittelalter unschuldige als Hexen verbrannt und im dritten Reich behinderte und Juden, Cinti und Roma vergast. Wenn ihr immernoch nichts daraus gelernt habt dann lasst uns gleich morgen anfangen alle Homosexuellen Männer und Frauen zwangseinweisen zu lassen um sie von ihrem anderssein zu heilen. Und alle andersfarbigen färben wir um. Dann habt ihr vielleicht eure "normale" Welt in der alle sind wie ihr."
      Plötzlich herrschte totenstille.
      Klar, mein Vergleich war krass, aber es hatte sich beim verteufeln der "Fussfetischisten" so eine Gruppendynamik entwickelt das ich sie wohl nur so zum nachdenken bringen konnte.
      Vielleicht ahnten jetzt ja einige etwas von meiner Passion aber das war mir egal. Ich wurde auch nicht darauf angesprochen und das Thema kam seither auch nicht mehr auf. Mein Rundumschlag hat wohl gesessen.

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    8. Alexander der GrosseJanuary 24, 2013 at 3:10 AM

      Ich weiss nicht ob man als Fusspassionierter in grossen Städten schon etwas mehr akzeptiert wird, hier auf dem "Land" wo eine Gemeinde selten mehr als 9000 Einwohner hat werden wir von den vielen engstirnigen Mitmenschen immernoch als abnorme Perverse dargestellt. Seltsamerweise werden Homosexuelle oder Transsexuelle hier sogar eher verstanden und integriert als bekennende Fussliebhaber. Das macht mich echt traurig. Da hilft es auch nichts wenn Sonja Kraus und Quentin Tarantino sich als Fussliebhaber outen, die sind ja Stars und sowieso extraordinär- aber der Alex? Hier bei uns? Unvorstellbar.

      Fazit: Nein ich denke auch nicht das die breite Masse Fusspassionierte mittlerweile besser akzeptiert. Punkt. Und da dies scheinbar die vorherrschende Meinung ist, ist es wirklich nicht einfach sich einer Frau die man noch nicht so lange kennt zu offenbaren. Deshalb glaube ich habe ich mit meiner Verlobten wohl eher einen Glückstreffer gelandet. Sie ist zwar keine Fussliebhaberin aber sie akzeptiert meine Vorliebe und baut sie oft ins Vorspiel mit ein oder wenn sie ihre Tage hat bekomme ich hin und wieder sogar eine "Fussmassage" ;-) Das lässt sich aber nur durch echte tiefgründige Liebe erreichen. Ich denke 90% der Frauen würden es eher ablehnen oder eine Beziehung gar abbrechen wenn ihr Partner wünsche in diese Richtung äussert, und das alles weil die Gesellschaft Fusspassionierte bis heute als abnorme Perverse stigmatisiert.

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    9. An Alexander der Große,

      ich danke Dir für diesen Beitrag, Du bist hier meine Rettung!
      Ich hätte es nicht treffender formulieren können, denn Du bringst es absolut auf den Punkt.

      Es hat sich nämlich beim gesellschaftlichen Umgang mit Fußfetischisten überhaupt nichts verändert und die Leute, die zu ihrer Neigung stehen, werden verspottet. Dein Beispiel ist natürlich von besonderer Härte gekennzeichnet und bildet sicherlich einen Ausnahmefall, aber vom Wesen her ist es sinnbildlich für die Gesamtsituation.

      Ich kann meine subjektive Situation aus dem Blickwinkel des Dorfes und der Stadt beurteilen, wobei das leider nur einen sehr begrenzten Einblick offenbart.

      Das Thema Dorf und Kleinstadt können wir schnell abhandeln, denn dort müssen beispielsweise junge Homosexuelle noch immer wegziehen – ich kenne leider einige, sehr traurige Fälle -, damit sie nicht von der dortigen Inzuchtbruderschaft gelyncht werden, von daher ist hier an einen offenen Umgang mit Fußfetischismus absolut nicht zu denken.

      Die Stadt ist deutlich offener - auch die Frauen -, was dazu führt, dass das Thema generell kommuniziert werden kann; man sollte sich jedoch aus Sicherheitsgründen davon distanzieren. ;)

      Das Ergebnis fällt nicht unbedingt besser aus, denn die Mehrheit der Frauen lehnt es einfach ab, das ist ein Faktum; es gibt jedoch auch seltene Ausnahmefälle, welche sich das auf Kulanzbasis vorstellen könnten, wenn es ein Herzenswunsch des Partners wäre. Die Betonung liegt hier wieder auf der Kulanz und nicht auf gegenseitigem Gefallen.

      Ich möchte abschließend noch anmerken, dass ich mich wirklich von ganzem Herzen für Dich freue, dass Du mit Deiner Partnerin einen Weg gefunden hast, darüber zu sprechen und sie es auch akzeptiert; ganz ehrlich. Dein Beitrag hat mich emotional wirklich tief bewegt, von daher bitte ich auch, etwaige orthographische Unzulänglichkeiten meinerseits zu entschuldigen.Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute für Eure Beziehung.

      PS: Ich werde mich morgen noch mit der Frage auseinandersetzen, ob es denn überhaupt wahrscheinlich ist, dass eine Enttabuisierung des Themas flächendeckend stattfinden wird; ich werde dafür u.a. Bordellordnungen des Spätmittelalters heranziehen, es bleibt also spannend!

      PPS: Ich möchte jedoch noch mehr Männer in die Diskussion mit einbinden, von daher werde ich das Kernthema noch einmal etwas abstrahieren, mein nächster Beitrag richtet sich also nicht an Dich!

      Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen
      Das M.

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    10. An alle Männer, die Frauenfüße mögen,

      ich stelle jetzt noch einmal meine Frage vom Anfang.

      Ich würde gerne mit Euch über Karinas Interview sprechen.

      Ich gebe Euch ein Beispiel. Stellt Euch Folgendes vor:

      Ihr sitzt abends mit Euren Kumpels aus der Neighborhood bei einem Bier zusammen. Da sitzt Ihr und Toni Maroni und Johnny Fourfingers und Justus Jonas (der komische Typ, der Informatik studiert ;) ).
      Es ist ein geiler Abend und auf einmal redet Ihr über Frauen, so das typische Gespräch eben.
      Könnt Ihr zu Euren Kumpels wirklich ganz ehrlich sagen, dass Ihr die Füße von "Sandy" geil findet?

      Karina sagt jetzt:“ Für Männer ist es etwas einfacher geworden, über Frauenfüße mit ihrer Freundin oder den Kollegen zu reden:“

      Das M. Sagt:“ Was Karina sagt, ist falsch, es ist nicht einfacher geworden, es ist immer noch genauso schwer wie früher, mit den Kollegen oder den Frauen darüber zu reden.“

      Wer hat aber jetzt Recht und warum ist das so?

      Ich freue mich auf Eure Antworten! :)

      Grüße
      Das M.

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    11. Ich liebe es über soche Themen zu diskutieren! :-D
      Mir geht gerade so viel durch den Kopf, dass ich erst Einmal versuchen muss zu ordnen.

      1. Ich finde es einerseits sehr denkwürdig, gerade von Theaterdarstellern, von denen man ja doch eigentlich im Allgemein denkt, dass sie einen erweiterten gesellschaftlichen und künstlerischen Horizont haben, dass diese auf solch einen plumpen, beleidigenden und diskriminierenden Niveau kommunizieren. Andererseits beweist dies wieder das schauspilerische Talent dieser Leute. Denn statistisch gesehen, stehen von den Herren (dich ausgeschlossen) mindestens 25 % selbst auf Füße. Da kannst Du mal sehen wie gut bzw. in meinen Augen billig, schlecht und niveaulos sie das überspielen können! ;-)

      2. Zu den anderen Kommentaren.
      Ich kenne das Landleben. Da würde ich mich auch nie outen. Leider ist das früher im Leichtsinn schon des Öfteren passiert. Es gibt sicher einige Leute in meinem Bekanntenkreis die davon wissen. Ich wurde allerdings bisher noch nie diskriminiert deshalb.

      3 Beispiele:
      1. Bsp:
      Vor einigen Jahren habe ich einer Freundin meine Vorliebe für Füße gestanden. Sie fand es ekelhaft. Einige Zeit später bin ich mit besager Dame in der Kiste gelandet. Dort habe ich ihre Füße geleckt und sie gab mir einen Footjob. Hinterher fragte ich sie wieso sie mir den Gefallen getan hat. Daraufhin antwortete sie:"Ich hatte ja auch bock drauf!" Es ist oft nie so, wie es scheint!

      2. Bsp:
      Die Freundin eines Bekannten ist Fußpflegerin. Ihr gestand ich letzten Sommer dass ich auf Füße stehe. Sie fand es ganz normal und meinte darüberhinaus, man könne den Job als Fußfleger nicht machen, wenn man nicht eine außerordentliche Vorliebe fü Füße und ein außerordentliches Interesse an Füßen hat. Mit ihr konnte ich mich auch ganz normal über meine Vorlieben unterhalten, ohne dass sie angewiedert reagiert hat. Ein ganz normales Mädchen mit einem großen und ganz normalen Freundeskreis. Ich nehme an, dass sie es auch ihrem Freund (einem guten Kumpel von mir) erzählt hat dass ich auf Füße stehe. Er hat sich aber bisher nie etwas anmerken lassen und behandelt mich noch genauso wie vorher. Sogar vor ihm und anderen Freunden hat sie mir mal ihre Füße entgegen gestreckt und gefragt ob ich dran lecken will. Niemand hat abwertend gelacht oder angewiedert reagiert.

      3. Bsp.: Vor 2 Wochen haben wir bei einem Freund "Ich habe schon einmal..." gespielt. Es ist so ein "Wahrheit/Pflicht"-spiel. Davon gibt es ja viele unterschiedliche Versionen. Ich bin mir sicher jeder das schon mal gespielt hat. Nach ein paar Runden habe ich mich dann getraut:"Ich habe schon einmal beim Sex an Zehen gelutscht".... Stille.... Jeder der es noch nicht gemacht hat musste trinken. Alle haben getrunken, aber niemand hat gelacht, außer über die Freude etwas trinken zu dürfen! ;D Mein Kumpel sagte dann:"Achso!! Stimmt ja, du bist ja hier der Fußfetischist". Aber niemand hat angefangen zu lachen oder mich komisch anzuschauen. Leider war das auch die letzte Runde und wir sind alle Nachhause. Wer weiss, wie der Abend für mich weiter gelaufen wäre... Ich denke eher positiv als negativ... Manchmal muss man sich auch einfach mal trauen, auch wenn es am Ende nicht so gut ausgeht. Ich habe das allerdings in dieser Situation auch nur gemacht, weil es eine gesellige Runde mit Leuten war, die ich nicht kannte und die ich auch so häufig nicht wiedersehen werde. Im engeren Freundeskreis könnte ich so etwas auch nur situationsbedingt raushauen, wenn ich die Leute gut genug einschätzen kann.

      unten gehts weiter...

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    12. Meine These: Es stehen mehr Männer (und Frauen) auf Füße als man denkt. Das Problem ist, die Wenigsten wollen sich outen und reagieren deshalb teilweise mit einer überspitzten Abneigung im Bezug auf dieses Thema. Andere wiederum reagieren gar nicht darauf (wie meine Freunde als die Fußpflegerin mir ihre Füße entgegenstreckte), vielleicht auch weil sie selbst in einer gewissen Weise eine Vorliebe für Füße haben, mich dafür respektieren, dass ich in einem gewissen Maße dazu stehe, oder einfach nur weil ich bei meinen Freunden respektiert werde, egal auf wen oder was ich stehe.

      Wenn ich denke, ich muss jetzt jemandem meine Vorliebe gestehen, dann tue ich das auch. Ich wäge allerdings die Situation ab und versuche vorher die Person der ich es erzähle einzuschätzen. Und wie gesagt, ich habe es schon vielen erzählt, wurde aber bisher nie deshalb diskriminiert.

      VlG
      Jake (IchLiebeFüße!!)

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    13. An alle Freunde des weiblichen Fußes,

      zunächst einmal möchte ich mich auch bei "IchLiebeFüße" für seinen Beitrag bedanken, auf den ich zu einem späteren Zeitpunkt noch näher eingehen werde, denn er eröffnet eine völlig neue Sicht der Dinge. Ferner möchte ich an dieser Stelle noch einmal den Aufruf an die hier lesenden Männer starten, sich zum Interview zu äußern, denn ich finde, Eure Meinung dazu ist sehr wichtig und in 3 von 9 Fällen beiße ich auch nicht. ;)

      Da mich der Beitrag von "Alexander der Große" sehr aufgewühlt hat, bin ich heute noch einmal tief in mich gegangen, um über das Thema nachzudenken.

      Dabei sind mir die verschiedensten Ansätze durch den Kopf geschossen, die ich Euch nach und nach mitteilen möchte; aber alles der Reihe nach.

      Meinen Ansatz zur Unwahrscheinlichkeit der Enttabuisierung werde ich jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren, da er zu abstrakt und übertheoretisiert ist, was im Moment vom Kernproblem ablenken würde.

      Nun aber zu "Alexander der Große" und seinem Beispiel von der "Hexenjagd", das ich gerne noch etwas erweitern würde. Ich muss mich hierzu zwar outen, aber ich bin ein riesiger Fan des Dschungelcamps auf RTL. :D

      Ich weiß nicht, ob es jemand von Euch gesehen oder noch in Erinnerung hat, aber in Staffel 5 aus dem Jahre 2011 ist ein Streit im Camp zwischen dem Schauspieler Mathieu Carrière und dem Model Sarah Knappik entbrannt. Die Gründe hierfür sind für unsere Betrachtungen im Folgenden nicht weiter relevant.

      Hierbei beschuldigten sich die beiden im Interview gegenseitig verschiedenster Dinge, ich kann dies nur noch grob aus der Erinnerung wiedergeben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das Model den Schauspieler u.a. als Alkoholiker usw. darstellte.

      Eine Sache weiß ich aber noch sehr genau, denn im Laufe dieser verschiedenen Vorwürfe kam sie darauf zu sprechen, dass der Schauspieler (krank/pervers/gestört) sein müsse, da er ihre Füße angestarrt habe; sie vermutete damals einen Fußfetischismus als Ursache. Die Szene hat sich in mein Gehirn eingebrannt, leider finde ich sie nirgends, sonst hätte ich sie verlinkt.

      Was hat dieser Vorfall jedoch mit unserem Thema zu tun?

      Das Äußern der verschiedenen Vorwürfe diente dem Zweck, das Ansehen (die Reputation) des Mannes zu schädigen - oder eine Schädigung zumindest billigend in Kauf zu nehmen.

      Sie bediente sich dabei der Mittel, die sie aus ihrer Sicht am geeignetsten dafür hielt und von denen sie glaubte, dass sie gesellschaftlich soweit geächtet seien, dass sie damit ihr Ziel erreichen könne.

      Eine vermeintliche Suchterkrankung wurde hierbei einem vermeintlichen Fußfetischismus gleichgesetzt, wobei sie - wie oben bereits erwähnt - ausdrücklich den Aspekt der sexuellen Störung unterstrich.

      Man darf jetzt nicht den Fehler machen, das Beispiel zu pauschalisieren, da es sich ja auch nur um die Äußerungen einer Einzelperson handelte, jedoch haben wir hier einen dokumentierten Fall, dass der Vorwurf des Fußfetischismus` als Instrument zur Rufschädigung eingesetzt werden sollte.

      Es müsste natürlich noch mehr dazu gesagt werden und der Vorwurf noch kritischer beleuchtet werden, (Hat sie ihr Ziel erreichen können? Ja? Nein? Warum? Welche Rolle spielte der FF dabei, wenn er überhaupt eine Rolle spielte? usw.) aber das würde jetzt zu weit weg vom Thema führen und außerdem bin ich zu müde. :D

      ABER, dieser Fall trägt ebenfalls dazu bei, mich daran zweifeln zu lassen, dass sich der Umgang mit dem Thema FF innerhalb der Gesellschaft wirklich nachhaltig verbessert hat.

      Grüße
      Das M.

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    14. Würde gerne mal wissen ob es besser ankommt wenn man selbstbewusst jemanden auf seine schönen Füße anspricht. Wie auch immer man das machen möchte. Oder ob man beschämt immer mal wieder einen Blick wagt! Ich vermute dass die erste Variante, den Leuten schon ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt, falls sie versuchen sich darüber lustig zu machen bzw. mit Beleidigungen versuchen einem den Ruf zu schädigen.

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    15. Also ich muss erst einmal sagen, dass es mich sehr sehr freut, dass mein Interview Antoß zu so einer regen Diskussion gegeben hat. Vielleicht sollte ich nur noch Interviews geben, dann wäre hier viel mehr los. ;)

      Aber jetzt mal von vorne.

      Also das habe ich sicherlich nicht gesagt: "Für Männer ist es etwas einfacher geworden, über Frauenfüße mit ihrer Freundin oder den Kollegen zu reden"

      Was ich meine ist folgendes:

      1. Also ich würde sagen dass Füße und Fußerotik so endlich langsam mal aus der Schmuddelecke herauskommen. Damit meine ich die Trennung von all dem SadoMasoGedöhns und dieser ganzen Fetischecke.

      2. Dass es jetzt nur deswegen so ein großes Angebot an Füßen im Internet gibt, weil es komerziell ausgebeutet wird, auch da würde ich wiedersprechen. All die Seiten, die einfach ansprechend schöne Fußbilder verkaufen wie Allyoucanfeet, Footlovegirls, Californiabeachfeet, Footpunkz usw. keine Ahnung wie die alle heißen. Aber ich würde mal sagen, dass ihr Interesse an guten Bildern anfangs sicherlich größer war als der kommerzielle Gedanke dahinter. Zudem denke ich, dass solche Seitenbetreiber jetzt auch nicht durch die Fußfotos ein rießengroßes Einkommen haben. Da ist sicherlich die eigene Passion für Füße und die Umsetzung davon weit wichtiger. Gut, ohne Gewinn würden die auch nicht weitermachen, aber man kann heute auch so unzählig viele Füße auch kostenlos im Internet sehen. Also ein gewisser Grad an Enthusiasmus mus da auch dahinterstecken.
      Pornoindustrie? Keine Ahnung, belehrt mich was Besseres, aber das sind doch nur die normalen Filme mit etwas Füßelecken am Anfang oder?

      3. Dann gibt es auch noch die ganzen Frauen, die auch mal gerne ihre Füße auf den diversen Fotoportalen in die Kamera halten. Sei es aus Spaß, weil sie berühmt sein wollen oder weil es ihnen wirklich gefällt. Und all die Models, die ihre Füße für einschägige Fußseiten ablichten lassen. Hmm, klar ist das für die ein Job, aber dass sie für eine Seite für Fußliebhaber posieren und dass das vieleicht "schädlich" für ihre Karriere sein könnte, dürften sie ja wissen.

      4. Das Internet insgesamt. Es muss sich doch niemand mehr komisch vorkommen, denn es gibt so viele Möglichkeiten sich auszutauschen. Niemand der Füße mag ist allein damit. All die Zugiffszahlen auf Fußseiten, Fußvideos usw. beweisen doch, dass ein Großteil auf Füße steht.

      5. Wie ihr es im perönlichen Umfeld macht, ja das weiß ich nicht. Vielleicht finden das viele noch komisch. Aber ihr seht das doch an den Zahlen im Internet, dass das keine winzige Gruppe ist, die Füße erotisch findet. Untermauert das doch mal mit Fakten, wenn irgendein Freund deswegen skeptisch ist. Und benutzt doch einfach nicht dieses schreckliche Wort "Fetisch"!

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    16. An Karina,

      ups, jetzt habe ich den Beitrag aus Versehen unten falsch eingestellt, Du kannst ihn ja löschen, falls er stören sollte, danke! ;)

      Hier ist er wohl besser aufgehoben!

      Punkt 1: Stimme ich Dir bedingt zu. Das Spektrum der Vermarktung hat sich geändert, Fußerotik hat heute weniger mit SM zu tun als noch vor ein paar Jahren. Ob es deswegen aber aus der Fetischecke rückt, bleibt anzuzweifeln.

      Punkt 2: Zur kommerziellen Seite kann ich wenig sagen, da fehlt mir der Marktüberblick, allerdings findet man in Pornofilmen immer häufiger eine kleine Fußpassage; was ich darauf zurückführe, dass man viele Klientels in den Filmen bedienen möchte.

      Punkt 3: Öhm, das ist ein interessanter Ansatz, leider bin ich darüber schlecht informiert. Gibt es Models, die sich explizit für Fußseiten ablichten lassen? Ich dachte immer, das seien zufällige (mehr oder weniger gewollte) Schnappschüsse.

      Punkt 4: Ich finde im Netz mit Sicherheit unendlich viele Männer, die sich darüber austauschen möchten. Es ist allerdings fraglich, ob wirklich sehr viele Frauen realisieren, was diese größere Gruppe Männer doch zu wünschen scheint.

      Punkt 5: Auch hier gilt, das Interesse scheint einseitig bei den Männern gelagert zu sein; und wer sollte da den ersten Schritt an die Öffentlichkeit wagen? Ich sicherlich nicht! :D




      An "IchliebeFüße",

      Ich bin sicherlich der falsche Mann, um Dir darüber Auskunft geben zu können, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass Du mit Füßen lieber nicht zu direkt und offensiv umgehen solltest.
      Auf eine kleine Gruppe verständiger Menschen könnte eine viel größere Gruppe unverständiger Menschen folgen! ;)


      Grüße
      Das M.

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  3. So ich muss mich mal eben melden... man kann das ganze Thema auch echt übertreiben, nur weil wir auf Füsse stehen müssen doch nicht alle Frauen gleich hirntot ihre Füsse hinstrecken und uns machen lassen!? Das selbe gilt für den Analsex z.B. ( oder was auch immer) ... wenn sie es nicht mag, mag sie es nicht fertig Schluss, wenn eine Frau es nicht mag an den Füssen verwöhnt zu werden kann man das akzeptieren oder nicht, dann ist sie die falsche Partnerin. Was mich auf was anderes bring, es ist ein riesen unterschied ob wir nun über das nur einfach Sex mit einer Frau oder das Thema in einer Partnerschaft reden, in einer Partnerschaft in der man einander vertraut und auch mal was für den anderen macht weil man ihn liebt, kann das ganze noch viel mehr wirken, als wenn du total offen jede Frau überrennst in der Hoffnung deinen Spass auszuleben. ich finde es sowieso viel zu extrem gleich mit der Türe ins Haus zu rennen, Ehrlichkeit gut und recht, aber so etwas, was ja wirklich sehr Intim ist, braucht ne Beziehung und etwas Zeit und das selbe gilt für uns, der Partnerin auch Zeit geben und sie damit nicht unter druck setzen...

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  4. hallo karina,
    echt klasse interview und vorallem sehr informativ.

    gruß aus augsburg

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  5. Ein sehr schönes und aussagekräftiges wie aufschlussreiches Interview ! :-)

    Sehr schön, gefällt mir und gut zu wissen das du gegen Federn immun bist ! ;-)

    Der Benny

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  7. Hi Karina,

    ich finde dein Interview super! Um es nochmal zu erwähnen: Bei Dir merkt man wirklich die Authentizität der Sache. Ich persönlich finde es wirklich schwierig eine Bild bzw. eine Meinung über die aktuelle Akzeptanz der Fußerotik abzugeben.

    VlG
    Jake (IchLiebeFüße!!

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  8. An Karina,

    Punkt 1: Stimme ich Dir bedingt zu. Das Spektrum der Vermarktung hat sich geändert, Fußerotik hat heute weniger mit SM zu tun als noch vor ein paar Jahren. Ob es deswegen aber aus der Fetischecke rückt, bleibt anzuzweifeln.

    Punkt 2: Zur kommerziellen Seite kann ich wenig sagen, da fehlt mir der Marktüberblick, allerdings findet man in Pornofilmen immer häufiger eine kleine Fußpassage; was ich darauf zurückführe, dass man viele Klientels in den Filmen bedienen möchte.

    Punkt 3: Öhm, das ist ein interessanter Ansatz, leider bin ich darüber schlecht informiert. Gibt es Models, die sich explizit für Fußseiten ablichten lassen? Ich dachte immer, das seien zufällige (mehr oder weniger gewollte) Schnappschüsse.

    Punkt 4: Ich finde im Netz mit Sicherheit unendlich viele Männer, die sich darüber austauschen möchten. Es ist allerdings fraglich, ob wirklich sehr viele Frauen realisieren, was diese größere Gruppe Männer doch zu wünschen scheint.

    Punkt 5: Auch hier gilt, das Interesse scheint einseitig bei den Männern gelagert zu sein; und wer sollte da den ersten Schritt an die Öffentlichkeit wagen? Ich sicherlich nicht! :D




    An "IchliebeFüße",

    Ich bin sicherlich der falsche Mann, um Dir darüber Auskunft geben zu können, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass Du mit Füßen lieber nicht zu direkt und offensiv umgehen solltest.
    Auf eine kleine Gruppe verständiger Menschen könnte eine viel größere Gruppe unverständiger Menschen folgen! ;)


    Grüße
    Das M.

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  9. Hi, zunächst einmal vorweg:
    ich finde den Begriff "Fetisch" überhaupt nicht so schlimm - er ist eigentlich ursprünglicher und beschreibt die Sache beim Kern: Es ist ein Fixieren auf etwas Bestimmtes, in diesem Fall ein Körperteil. Es muss ja nicht bedeuten, dass der Fußliebhaber nur noch mit Füßen etwas anfangen kann - aber sicher liegt der Fokus bei denjenigen, die es praktizieren, genau darauf.
    Aus dem Grunde werde ich hier weiterhin den Begriff benutzen. Ich sage zu "harten Sex haben" ja auch nicht "mega Bubu machen".
    Nun zu der Gesellschaftlichkeit von Fußfetischismus: Ich denke auch nicht, dass es jemals die Akzeptanz finden wird, die nötig wäre, um darüber offen reden zu können. Dies liegt an sehr unterschiedlichen und vor allem äußerst komplexen Faktoren, die man nicht in der Kürze der Zeit erklären kann. Ich finde das Fußthema sogar verdammt schwierig und vielschichtig.
    Dazu müsste ich ausholen.
    Ich denke nach wie vor, dass die Hauptproblematik in der Einfachheit des Körperteils liegt: Es sind "nur" Füße. Entsprechend befremdlich ist es für nicht-Eingeweihte, dass Menschen diese nicht nur sexy finden, sondern alles für sie maßgeblich erregend ist (bis hin zum Orgasmus). Das Basisproblem darf man aber nicht beim Fußfetischismus suchen, sondern eigentlich ganz woanders: So albern das klingt, hat die Brüderle-Debatte eigentlich mal wieder gezeigt, wo sich die Entwicklung der Heterosexualität derzeit befindet: Im Mittelalter. Wir sind im Mann-Frau-Verhältnis nicht sonderlich aufgeklärt. In der Schwulenszene ist bspw. Fußfetischismus (sogar getragene Socken und alles, was dazugehört - völlig fernab davon, ob Füße künstlerisch in Szene gesetzt werden oder nicht) total normal. Man kann darüber reden - und es ist im Prinzip ein normaler Auswuchs dieser sexuellen Kultur. Da wird nicht drüber gelacht - man wird auch nicht dafür verachtet.
    Probleme bereitet dieser Fetisch ja genau dann, wenn es ziemlich Männer-fixiert ist - und zwar in einemheterosexuellen Kontext. Es ist nunmal eine Tatsache, dass Fußliebhaber weitestgehend männlich sind und dies in den allerseltensten Fällen auf Gegenseitigkeit beruht. Mit "Gegenseitigkeit" meine ich die reine Sexualität und das "geil finden" - Füße künstlerisch und ästhetisch in Szene zu setzen hat gar nichts damit zu tun. Es lenkt nur von der eigentlichen Sexualität ab und schafft durch den Themenwechsel eine Diskussion auf non-sexuellem Niveau, in der sich der non-Fetischist in einer gewissen Distanz wohlfühlt. Das verhält sich auch so mit Kunstfußfotos. Derjenige, der auf Füße steht, will halt Füße sehen. Und ihm ist die kunstvolle Belichtung in sexuellem Sinne egal. Man sagt das aber nicht laut, weil es unhöflich aufgefasst werden könnte, solange der Content-Provider das aus "freien Stücken" macht. Und man kann ja auch nichts verlangen - soll man auch nicht.
    Ich will hier nur klarmachen, wie simpel und primitiv das Thema eigentlich ist. Das ist so ein "do it or leave it"-Ding inkl. eregiertem Penis. Das muss man in aller Offenheit mal knallhart betiteln. Das habe ich hier so leider noch gar nicht gelesen. Die "Komplexität", die ich meine, bezieht sich auf die gesellschaftliche Akzeptanz und das Ergründen der Umstände.

    Keiner wird einem Mann einen Strick draus drehen, wenn dieser zugibt, dass er schöne Füße mag und dass sie zum Gesamtbild der Frau dazugehören. Heikel wird es ja erst dann, wenn der Mann zugibt, dass Füße ihn erregen.

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  10. Da die Fixierung auf Füße jeglichen kulturellen und politischen Background vermisst (Man denke an Sado/Maso - tief verwurzelt in der Gothic-Szene und durch eine Kultur jenseits der reinen Sexualität relevant...Homosexualität, wo eine ganze politische Bewegung zugrundeliegt), ist eine Diskussion über Füße im Grunde genommen nur gesellschaftlich möglich, solange dieser Fetisch nicht breit akzeptiert wird. Man kann nämlich dann höchstens darüber debattieren, warum er nicht akzeptiert ist.
    Fernab dieser Randnotiz wird es direkt recht sexuell und konkret. Die Konkretisierung lässt sich aber in der Gesellschaft so lange nicht diskutieren, wie es ebenso nicht möglich ist, eine Frau exakt danach zu fragen, wann sie mit wem das letzte Mal Sex hatte und was sie da so genau getrieben haben. Dann kommt nämlich sehr schnell "Das geht dich nichts an".
    Will sagen: Fußfetischismus wird allein schon aufgrund der thematischen Struktur und durch das ansich Simple unheimlich schnell privat und detailliert. Das will niemand hören, der nicht darin involviert ist - es wirkt befremdlich. Alles, was befremdlich wirkt, führt zu Unwohlsein - der erste Verteidungsmechanismus bei Unwohlsein ist Spotten. Das schützt das Gegenüber vor tiefgreifenderen Diskussionen und schmettert das Thema ab.
    Darüber hinaus wird dem Fuß gerne oft keine Beachtung geschenkt, weil er die meiste Zeit im Jahr verhüllt ist und somit auch schwitzt. Ich bin mir sicher, dass viele Frauen am liebsten keinen Mann daran schnüffeln sehen wollen, weil sie einen problematischen Bezug zum gesamten Körper haben. Bitte nicht als Pauschalverurteilung für unendliche Diskussionen zwischen Frau und Mann missbrauchen - ich polemisiere hier aufgrund dessen, was sich über viele Jahre gesellschaftlich-sexuell entwickelt hat und was wir alle heimlich wissen, aber selten offen ansprechen.
    Dies gilt ebenso für Männer - nur da sind es andere Dinge. Der Flirt zwischen Mann und Frau ist mittlerweile politisch motiviert, nicht mehr sexuell (was es ja ursprünglich sein sollte, denn darum geht es: Körperliche Annäherung und Balzverhalten mit dem Ziel, dem Gegenüber körperlich näher zu kommen - bis hin zum Sex).
    Vor dem Treffen oder sogar auch vor dem Sex wird noch ein Fisherman's Friend eingeworfen, der ganze Körper eingesprüht, frisch geduscht (morgens 1 x Duschen reicht ja nicht mehr), um so weit entfernt wie möglich vom eigenen Körper nach Außen zu treten.
    Durch den Verfall der Natürlichkeit ist auch das verhältnis zu den eigenen Füßen ein eher Befremdliches. Kann ja gut sein, dass man in seinen Lieblingschuhen nunmal schwitzt - das kann man leider nicht immer ganz abstellen. Hier jetzt noch Sexualität einzubauen ist die eigentliche Zündung der Bombe. Um also überhaupt mit einer Frau oder einem Mann über diese Neigungen tolerant sprechen zu können, muss das Gegenüber ein ziemlich lockeres Verhältnis zum eigenen Körper haben. Das wird heute immer schwieriger.
    In einer hereosexuellen Gesellschaft, wo alle es total okay finden, wenn der Mann die Frau oral befriedigt und die Frau Sperma schluckt, aber es für widerwärtig halten, Füße zu lecken, ist das Verhältnis zu Sexualität in den Grundfesten bereits gestört.

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  11. Mir schmeckt Oralverkehr nicht. Das gebe ich zu. Genauso verstehe ich auch nicht, wie Sperma schmecken kann. Aber: es ist völlig akzeptiert da draußen. Da kommt dann sogar gerne mal ein brustbehaartes urmännliches "Wie kannst du das nicht geil finden?".
    Um also Fußfetischismus annährend salonfähig machen zu können, muss die heterosexuelle Gesellschaft an ganz anderer Stelle wieder zu einer gewissen Natürlichkeit finden. Der Fuß ist vielleicht der ehrlichste Körperteil - und vielleicht sogar auch der Natürlichste.
    Dazu kommt die Tatsache, dass Fußfetischisten sich nie organisiert haben. Die Schwulen waren zwar mehr, aber sie haben es sehr intelligent geschafft, sich kulturell aus diesem päödophilen Kontext herauszuhalten (Wenn ein alter Mann einen Jungen missbraucht, dann sagt niemand "Immer diese perversen Schwulen", sondern sie sagen " Pädophile gehören lebenslang eingesperrt". Wenn ein pädophiler Fußfetsichist einen Jungen missbraucht, ist es nicht selten, dass dann gesagt wird "Diese ekligen Fußfetischisten - die sind alle pervers!").
    Das bedeutet: Der Fußfetischist ansich hat dieses dicke Missverständnis noch gar nicht von seiner "Kultur" getrennt. Sie lastet ihm unfairerweise an - solange dies der Fall ist, wird das auch in 100 Jahren nichts mit der breiten Akzeptanz. Der Weg ist noch wahnsinnig lang.
    Ich denke immer noch, dass jemand, der nicht selbst Fußfetischist ist, diesen Fetischismus nicht verstehen kann. Er kann nachfragen und nachhaken, aber so richtig nachvollziehen wird man das nicht können. Man hat sich diese Vorliebe ja nicht ausgesucht - man muss eben nur damit klarkommen. Dass natürlich Fußliebhaber oft überhaupt nicht verstehen, wie man so etwas nicht tolerieren kann, hängt auch damit zusammen, dass auch unter diesen Leuten vermutlich viele schlummern, die andere Dinge nicht tolerieren / verstehen oder auch akzeptieren.
    Oder will sich hier jemand im Detail mit einem Kaviarfetischisten unterhalten wollen? Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber selbst wenn hier von "Sadomasogedöns" geredet wird, dann ist das schon okay, wenn Füße keine breite Anerkennung finden. Jeder hat seine eigenen Schmerzgrenzen. Und alle hier sind auf ihre Art und Weise gegenüber mindestens einer anderen Vorliebe - sagen wir mal - mindestens "ziemlich verhalten" und würden auch recht ungern face-to-Face mit "so einem" über Details reden.
    Wie ich persönlich damit klarkomme? Ich habe einfach irgendwann akzeptiert, dass es überhaupt nicht nötig ist, immer alles in seinem Umfeld offen thematisieren zu müssen. Manchmal ist das doch auch schön: Ein kleines Geheimnis hält die Sache wenigstens spannend. Im Grunde genommen können die Antworten - rein auf die Diskussion bezogen - auch nicht unbedingt so spannend sein: Entweder ist das Gegenüber angeekelt oder es ist ihm egal bzw. toleriert es. Ich wüsste dann aber nicht, was es darüber noch großartig zu diskutieren gäbe, denn das Thema hat nunmal aus völlig natürlich Gründen keine wirkliche Tiefe. Es ist völlig sexuell fixiert - und da gilt immer noch: einfach machen oder es sein lassen - oder nicht die Möglichkeit dazu haben. Und wenn man nie die Möglichkeit zur Auslebung mit einem Partner bekommt, dann ist es so - und man muss mit Selbstbefriedigung und Fotos leben.

    Gruss,
    Doody

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  12. Alles gute nachträglich Karina
    Gre

    Melde mich bald wieder :)
    Hatt grad Stress..

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